Schweizer läuft 500 Meter über dem Abgrund

Aktualisiert am 22.03.2010
Der Schweizer Hochseilkünstler Freddy Nock hat sich in China einen Wettkampf mit einem chinesischen Kollegen geliefert. Beide Seilläufer kamen nicht ans Ziel.
topelement Der Mann ohne Furcht: Freddy Nock bei seinem Hochseillauf 500 Meter über dem Boden. pd Mehr Bilder (7)

Nock habe auf dem Seil mit einer 74-prozentigen Steigung 230 Meter zurückgelegt, hiess es in einer Mitteilung vom Samstag. Danach habe sich das 690 Meter lange Seil zu drehen begonnen und sei instabil geworden. Der Grund dafür liege am Wind und dass zuwenig Gewicht angebracht war. Nocks chinesischer Kontrahent Saimati Aishan habe 30 Meter zurück gelegt.

Nock stellte aber nach Angaben seines Managements immerhin einen Weltrekord auf. Bei seinem Seillauf habe er einen Punkt überschritten, an dem er sich 500 Meter über dem Boden befand. So hoch über Boden sei noch kein Seilläufer vor Nock auf dem Hochseil gewandelt.

Am Berg von «Avatar»

Laut dem Communiqué stiess das Ereignis in China auf grosses Medieninteresse. Der Wettkampf sei als «Kampf der Könige» angekündigt worden. Entsprechend sei Nock, bereits Weltmeister der Seilläufer, zum «König der Seilläufer» ernannt worden.

Der Wettkampf fand im Tianmen Mountain National Forest Park bei Wulingyuan in der chinesischen Provinz Hunan statt. Die Region ist bekannt für ihre bis zu 200 Meter hohen Sandsteinpfeiler, die unter anderem im Hollywood-Film «Avatar» zu sehen waren. Zum Teil entstand der Film im Gelände, das seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

(rb/sda)

Erstellt: 22.03.2010, 14:39 Uhr

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