Die Kriegsverletzung überwand sie, nicht den Krebs

Aktualisiert am 22.03.2010
Margaret Moth machte sich einen Namen als Fotoreporterin in Kriegsgebieten. Selbst nach einer schweren Verletzung berichtete sie weiter aus Krisenregionen.

Im Alter von 59 Jahren ist die CNN-Foto- und Filmjournalistin Margaret Moth gestorben. Sie erlag am Sonntag in Minnesota einer Krebserkrankung, wie der amerikanische TV-Sender mitteilte. Moth wurde vor allem mit ihrer Berichterstattung über Konflikte bekannt. So fotografierte sie 1984 bei den Unruhen im Anschluss an die Ermordung der indischen Regierungschefin Indira Gandhi.

Moth fiel durch ihre tiefschwarzen Haare, den dick aufgetragenen Eyeliner, ihre schwarze Kleidung und die Kampfstiefel jedem auf. Doch hinter dem speziellen Äusseren steckte eine Kamerafrau mit «hohen technischen» Fähigkeiten und ungewöhnlich «hohem Einsatz», wie CNN sie heute lobt. Dadurch sei sie ein Vorbild für viele gewesen. Im Juli 1992 wurde Moth von einem Heckenschützen in Sarajevo schwer verletzt. Ihr Gesicht war danach entstellt. Aber schon zwei Jahre später kehrte sie nach Bosnien-Herzegowina zurück.

(vin/ddp)

Erstellt: 22.03.2010, 06:28 Uhr

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