Was Beyoncé unter ihrer Jeans trägt

Von Simone Matthieu . Aktualisiert am 02.02.2009
Tätowierkunst auf Klamotten – dafür steht das Modelabel Ed Hardy. Jetzt gibt es den Lieblingsdesigner der Stars auch für untendrunter.
topelement Auf das haben wir gewartet: Ed Hardy für untendrunter. Ed Hardy Mehr Bilder (18)

Justin Timberlake, Paris Hilton, Beyoncé, Madonna, David Beckham, Britney Spears... Die Liste der prominenten Ed-Hardy-Fans ist lang. Glamourös und mit der gewissen Extravaganz, die Stars lieben, ist es dem kalifornischen Label innert weniger Jahre gelungen, zum Inbegriff für cool-rockige Designermode rund um den Erdball zu werden. In den USA sind die Tattoos auf Stoff längst Kult und auch bei uns sieht man den auffälligen Ed-Hardy-Schriftzug, der jedes Kleidungsstück der Kollektion ziert, immer öfter. In der letzten Staffel der Castingshow «Germany's Next Topmodel» defilierten die Kandidatinnen bei einem Durchgang gar ganz in Ed-Hardy-Mode über den Catwalk.

Für die Frühlings/Sommer-Saison 2009 hat Ed Hardy sein Sortiment nun um Unterwäsche und Homewear erweitert. Die Teile können allerdings ohne weiteres auch «darüber» getragen werden. Sie sind so sexy verrucht und doch edel, dass es beinahe schade ist, sie unter anderen Klamotten zu verstecken.

Der Tätowierer, der zum Designer wurde

Don Ed Hardy selber hat nicht mehr viel mit der Mode-Marke zu tun. Der 64-Jährige hat das Modelabel zwar 2002 zusammen mit seiner Frau gegründet, zwei Jahre später jedoch dem französischen Designer Christian Audigier in Lizenz gegeben.

Neben seiner Tätowierausbildung studierte Hardy Mitte der 60er-Jahre Drucktechnik am San Francisco Art Institute. 1973 lebte er in Japan, wo er von einem traditionellen japanischen Tätowiermeister lernte. 1974 gründete er ein eigenes Tattoo-Studio in San Francisco. Er war einer der ersten westlichen Künstler, der japanische Tattooästhetik und -technik in seine Arbeit integrierte.

1986 zogen Hardy und seine Frau nach Honolulu. Sein Tattoo-Studio in San Francisco gibt es aber immer noch. Dort führen jetzt jüngere Kollegen seine Arbeit fort und sorgen dafür, dass der Hardy-Stil weiterbesteht: Sehr «klassische Tattoos» mit Sujets wie Totenschädel, Herzen mit Flügeln oder Schriftbannern, nackte Frauen, Tiger und Löwen. Diese Motive zieren auch die Modelle der Ed-Hardy-Mode-Linie.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 02.02.2009, 13:49 Uhr

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