Zuviele Fussgängerstreifen-Opfer
Hoch liegt in der Schweiz auch der Anteil der tödlich verunglückten Fussgänger, die auf einem Fussgängerstreifen ihr Leben verloren: 5,4 Prozent aller Verkehrstoten starben beim Überqueren der Strasse auf einem vermeintlich sicheren Übergang.
Hochgerechnet auf eine Million Einwohner sind dies 2,7 Menschen, die auf einem Fussgängerstreifen tödlich verunglückten. Auch hier liegt die Schweiz über dem europäischen Mittel von 2,3 Prozent. Diese Zahlen zeigten, dass in der Schweiz beim Schutz der Fussgänger auf Zebrastreifen Handlungsbedarf herrsche, heisst es weiter. Der TCS nennt zahlreiche Faktoren, die zu diesem Resultat führen, insbesondere aber das Fussgängerverhalten, die Unfallprävention und die Gestaltung der Fussgängerstreifen. Welches Gewicht die einzelnen Faktoren haben, ist nicht geklärt.
Gestaltung der Zebrastreifen hinterfragen
Einen positiven Einfluss auf die Zahlen erwartet der TCS aber zumindest von einer soliden Verkehrserziehung, von anderen Präventionsmassnahmen sowie von Strafen für die Übertretung von entsprechenden Verkehrsregeln. Wichtig sei zudem, sich über die Gestaltung von Fussgängerstreifen Gedanken zu machen. Unerlässlich sei die gute Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.
In der Schweiz sind im Jahr 2006 370 Menschen im Strassenverkehr gestorben. Gegenüber dem Jahr 2000 entspricht dies einem Rückgang um 37,5 Prozent. Auch die Zahl der Menschen, die beim Queren eines Fussgängerstreifens getötet wurden, ging im selben Zeitraum deutlich - um 58,3 Prozent - auf 20 zurück.
(vin/sda)