Ein helles Köpfchen verglüht

Von Florian Lippuner . Aktualisiert am 24.11.2008
Die Ära der Glühbirne neigt sich dem Ende. Jetzt sollen sparsamere Leuchten ran. Eigentlich schade - es ist das Aus einer über hundertjährigen Erfolgsgeschichte.
topelement Thomas Alva Edison erfand die Kohlenfadenlampe im Jahr 1879: Seine erste markttaugliche Glühlampe galt damals als sparsam. Mehr Bilder (8)

Ab 1. Januar 2009 sollen in der Schweiz die stromintensivsten Glühbirnen vom Markt genommen werden, bis 2012 herkömmliche Glühlampen gänzlich verboten werden. Eine über hundertjährige Erfolgsstory wird dadurch ausgeknipst.

Verbot in Raten

Wie Kühlschränke oder Waschmaschinen sind auch Glühlampen mit einer Energieetikette versehen. Am wenigsten Energie verbrauchen Lampen der Klasse A, die grössten Energiefresser sind jene der Klasse G. Vom Markt verbannt werden ab 2009 Lampen der allerschlechtesten Effizienzklassen, also jene der Kategorien F und G.

Die klassische Glühbirne, die bei den Haushaltslampen einen Marktanteil von 70 Prozent hat, liegt in der Effizienzklasse E und darf weiterhin verkauft werden. Das Bundesamt für Energie kündigte jedoch an, dass ab 2012 nur noch Lampen verkauft werden dürfen, die mindestens die Effizienzklasse D aufweisen. Das erst wäre das Ende für die herkömmliche Glühbirne.

Über 100-jährige Erfolgsgeschichte

Die erste markttaugliche Glühlampe haben wir Thomas Alva Edison zu verdanken, der seine Kohlenfadenlampe 1879 vorstellte. Mit einem Verbot der Glühlampe würde daher eine über hundertjährige Erfolgsgeschichte zu Ende gehen. Ironie des Ganzen: Mitunter fusste die grosse Durchschlagskraft von Edisons Lampe auf ihrem für damalige Verhältnisse geringen Energieverbrauch.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 24.11.2008, 15:23 Uhr

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