Grippewelle: «Konsumentenschutz nimmt den Tod von Menschen in Kauf»

Aktualisiert am 28.01.2009
Die Grippe legt die halbe Schweiz lahm – Immunologe Beda Stadler gibt Konsumentenschützern die Schuld.

Noch dürfte die Grippewelle ihren Höhepunkt nicht erreicht haben, doch die Spitäler sind schon am Anschlag. Einige haben bereits Personal aufgestockt – so der Kindernotfall des Berner Inselspitals und Basels Uni-Kinderspital. Das Virus kann sich in der Schweiz derart stark ausbreiten, weil über sechs Millionen. Schweizer nicht geimpft sind. «Geimpft sind oft die nicht, die mit Risikogruppen zu tun haben», sagt Beda Stadler. Gerade beim Pflegepersonal sei die Impfrate zu niedrig. «Auch bei uns am Inselspital», so der Immunologe.

Doch warum sind Schweizer impffaul? «Schuld sind die Konsumentenschützer», wettert Stadler. «Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) publiziere eine Angstmacher- Broschüre, die die Leute vom Impfen abhalte. Es sei unverantwortlich, dass Sara Stalder und ihre Organisation den Tod von Menschen in Kauf nehme.»

«Dieser Vorwurf ist völlig aus der Luft gegriffen», verteidigt sich SKS-Chefin Stalder. Man zeige die Vor- und Nachteile der Impfungen auf. «Ausgewogen zu informieren, ist wichtig.»

(NEWS)

Erstellt: 28.01.2009, 07:48 Uhr

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