Jörg Kachelmann wurde 1958 in Lörrach geboren. Er ist Moderator, Journalist und Unternehmer im Bereich der Meteorologie. Wikipedia
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Wie Bild.de berichtet, hat Kachelmanns Firma «Meteomedia» mitgeteilt, dass sich der Wetter-Moderator juristisch gegen den Vergewaltigungsvorwurf zur Wehr setzen werde. «Jörg Kachelmann wird wegen falscher Anschuldigung Klage erheben», heisst es in der Mitteilung von «Meteomedia». Es sei undenkbar, dass die Anschuldigungen stimmen könnten. Die Vorwürfe seien absolut ungerechtfertigt und selbstverständlich werde gegen die Anzeigeerstatterin Anzeige erstattet.
Jörg Kachelmann geht es in der Untersuchungshaft «den Umständen entsprechend gut», auch wenn er noch etwas geschockt sei. Dies erklärte der Leiter der Justizvollzugsanstalt Mannheim, Romeo Schüssler, auf Anfrage von «Radio 24».
ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann sitzt wegen des Verdachts der Vergewaltigung seiner früheren Lebensgefährtin im Mannheimer Untersuchungsgefängnis. Der 51-jährige Schweizer wurde am Samstag bei der Einreise am Frankfurter Flughafen von der Landespolizei Hessen verhaftet. Kachelmann befand sich auf der Rückkehr aus Vancouver, von wo er für die ARD von den Olympischen Winterspielen berichtet hatte. Das bestätigte der Sprecher der Bundespolizei, Armin Thiel, am Montag der Nachrichtenagentur DAPD. Gegen Kachelmann lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Mannheim vor. Der Vollzug wurde mit Fluchtgefahr begründet, da Kachelmann keinen festen Wohnsitz in Deutschland habe.
«Vergewaltigungsvorwürfe sind haltlos»
Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte zuvor berichtet, dass sie gegen einen 51-jährigen Journalisten und Moderator ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung führt. Den Namen des Verdächtigen wollten die Ermittler nicht mitteilen. Die Bundespolizei bestätigte aber Informationen von Bild.de, dass es sich um Kachelmann handelt. Die ARD wollte keine Stellungnahme abgeben.
Der Kölner Rechtsanwalt Ralf Höcker, der nach eigenen Angaben Kachelmann vertritt, weist die Vorwürfe entschieden zurück: «Die gegen unseren Mandanten erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe sind haltlos. Sie sind frei erfunden», heisst es in seiner Mitteilung. Die Pressesprecherin von Kachelmanns Firma Meteomedia, Stephanie Schless, teilte mit: «Wir halten es für ein Missverständnis, das sich sicherlich schnell aufklären wird.» Erläutern wollte sie diese Stellungnahme nicht.
Beziehungsstreit
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die Polizeidirektion Heidelberg gegen Kachelmann ermittelt. Er soll Anfang Februar seine langjährige Freundin nach einem vorangegangenen Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Kreis gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Im Februar hatte sie ihn angezeigt. Danach erhärtete sich der Tatverdacht laut Staatsanwaltschaft. Auf deren Antrag hin erliess das Amtsgericht Mannheim Haftbefehl gegen den Moderator Haftbefehl.
Wie lange Kachelmann in U-Haft sitzen muss, ist noch nicht abzusehen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem DAPD, es sei nicht bekannt, ob ein Haftprüfungstermin beantragt sei.
(rb/jak/ddp)