«Qadhafis neuster Streich» lautete der Titel des «10vor10»-Beitrags: Der libysche Staatschef im November 2008.
«Libyen hat den Antrag gestellt, dass an der Uno-Vollversammlung, die am 15. September beginnt, auch das Traktandum diskutiert werden soll, dass das schweizerische Staatsterritorium aufgeteilt und an die Nachbarländer verteilt werden soll», sagte Markwalder.
«Dem Image der Schweiz abträglich»
Konkret soll die Schweiz gemäss der Vorstellung von Qadhafi in Territorien aufgeteilt werden. Die Romandie soll an Frankreich gehen, das Tessin an Italien und die Deutschschweiz an Deutschland.
Libyen hat für ein Jahr den Vorsitz der Uno-Generalversammlung inne. Markwalder befürchtet, «wenn Libyen nun den Vorsitz mit negativer Werbung beziehungsweise gegen die Schweiz nutzen würde, wäre das sicher dem Image und der Reputation der Schweiz abträglich». Nun sei die Schweizer Diplomatie gefordert, damit es an der Uno- Vollversammlung nicht zu einem Eklat komme, erklärte die APK-Vizepräsidentin in dem TV-Beitrag.
Anne Peters, Professorin für Völkerrecht an der Universität Basel, gibt sich in dem Beitrag indes überzeugt, dass Qadhafis Antrag keine Chancen hat: Er verletze das Völkerrecht in krasser Weise, da er die Souveränität eines Staates angreife.
(oku/sda)