Die Hörsäle und die Aula an der Uni sind proppenvoll, die meisten Studierenden teilen die Befürchtungen der Besetzer jedoch nicht. «Ich habe ehrlich gesagt keinen Schimmer, was die wollen», sagen viele der Studierenden. Einer weiss zwar, was sie wollen, ist aber anderer Meinung: «Ich verstehe deren Kritik nicht. Ich studiere Geschichte und Englisch und habe noch nie einen Lobbyisten der Privatwirtschaft in einer Vorlesung gesehen. Ich konzentriere mich lieber auf mein Studium und arrangiere mich mit unserer Uni, wie sie ist.»
Ein anderer versteht die Besetzer zwar, hält ihre Massnahmen aber für falsch: «Hier werden jene Fächer gefördert, die in der Wirtschaft nützlich sind. Dort werden sogar Wettbewerbe für den besten Studenten ausgeschrieben. Andere Fächer wie Psychologie werden dagegen diskriminiert und verkümmern. Aber eine Besetzung der Uni ist kein geeignetes Mittel, um für diese Anliegen zu kämpfen. Es kommt höchstens zu Unruhen, die ein schlechtes Licht die Debatte werfen werden.»
( Tagesanzeiger.ch/Newsnetz )