Amnesty International (AI) hat in einem von 14'000 Menschen unterzeichneten Brief an den libyschen Justizminister Mustafa Muhammad Abdeljalil die sofortige Freilassung des seit zwei Wochen im Gefängnis al-Jeida festgehaltenen Schweizers Max Göldi gefordert.
Die libyschen Behörden müssten Göldi ohne Aufschub die Rückkehr in die Schweiz erlauben, fordert AI gemäss der am Dienstag veröffentlichten Petition an den Justizminister. Die Menschenrechtsorganisation betrachtet Göldi als Gewissensgefangenen, der Opfer einer politisch motivierten Anklage geworden ist.
Engagement für weiteren Gefangenen
Der Schweizer befindet sich seit dem vergangenen 22. Februar im Gefängnis, wo er eine viermonatige Strafe wegen angeblicher Verstösse gegen Visa-Vorschriften verbüssen muss. Göldi, der seit über anderthalb Jahren in Libyen festgehalten wird, werde dort korrekt behandelt und erhalte regelmässig Besuch von der Schweizer Botschaftsvertretung, schreibt AI weiter.
Im gleichen Gefängnis sitzt laut Amnesty seit dem 9. Dezember 2009 auch Jamal al-Haji. Der Gewissensgefangene werde der Beamtenbeleidigung beschuldigt, nachdem er Klage eingereicht habe gegen seine willkürliche Verhaftung 2007. Er habe offen die Misshandlungen durch das Aufsichtspersonal, die unhaltbaren hygienischen Verhältnisse und die unzureichende medizinische Versorgung in einem anderen libyschen Gefängnis gefordert. Mit einer weltweiten Online-Aktion fordert Amnesty auch seine umgehende Freilassung.
(vin/ddp)