Das Jungfrau-Drama kommt erneut vor Gericht

Aktualisiert am 25.11.2009
Ankläger Maurus Eckert hat gegen die Freisprüche des Militärgerichts 7 Appellation erhoben, wie die Militärjustiz am Mittwoch mitteilte.

Der Auditor des Militärgerichts 7 hat gegen das Urteil im Prozess um das Jungfrau-Drama Berufung eingelegt. Die beiden Bergführer waren am 20. November auf der ganzen Linie freigesprochen worden.

Die Bergführer waren der mehrfachen fahrlässsigen Tötung und der fahrlässigen Nichtbefolgung von Dienstvorschriften angeklagt. Sie wurden beschuldigt, im Juli 2007 im Jungfrau-Massiv fahrlässig den Unfall verursacht zu haben, der sechs Armeeangehörigen das Leben kostete.

Hohe Entschädigungen

Die beiden Bergführer wurden nicht nur von allen Anklagepunkten freigesprochen. Sie erhielten auch Entschädigungen von 75'000 beziehungsweise 90'000 Franken zugesprochen.

Wie die Militärjustiz am Mittwoch mitteilte, hat der Auditor des Militärgerichts 7 gegen das Urteil Appellation erhoben. Das Appellationsverfahren wird vor dem Militärappellationsgericht 2 stattfinden. Das Datum steht noch nicht fest.

Beim Unglück waren fünf Rekruten im Alter zwischen 20 und 23 Jahren sowie ein Wachtmeister ums Leben gekommen. Sie stürzten in zwei Seilschaften vom Gipfelhang der Jungfrau rund 1000 Meter in die Tiefe. Sechs weitere Wehrmänner sowie die beiden Bergführer überlebten.

(sam/ap/sda)

Erstellt: 25.11.2009, 16:31 Uhr

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