Wollte den Ton angeben: Nationalrätin Estermann von der SVP.
Estermanns Partei machte sich für das eher ungewöhnliche Anliegen stark. So zeigte sich Fraktionschef Caspar Baader überzeugt, dass das gemeinsame Singen der Nationalhymne die Einheit im Rat stärken könne. Er forderte seine Ratskolleginnen und -kollegen auf, den Vorstoss anzunehmen – «auch wenn Sie nicht so singfreudig sind». Denkbar sei nämlich auch, dass die Hymne einfach abgespielt werde.
Gabi Huber (FDP/UR) äusserte im Namen des Ratsbüros allerdings die Befürchtung, das Singen der Nationalhymne könnte zu einem «Showpatriotismus» führen. Zudem gab sie zu bedenken, dass vermutlich Gesangsunterricht nötig wäre, um der Würde des Rats gerecht zu werden. Schliesslich stellte sich der Rat mit 93 zu 83 Stimmen gegen das Anliegen.
(raa/ap)