Die Ausbildung umbauen: Panzersoldaten sollen länger in die Rekrutenschule. Bild: KEYSTONE/AP
VBS-Vorsteher Ueli Maurer muss derzeit einiges aushalten. Die Kritik an seiner Amtsführung hat in den letzten Wochen stark zugenommen. Selbst in den eigenen Reihen machte sich vereinzelt Unmut breit.
Bald soll ein neuer sicherheitspolitischer Bericht Klarheit über die künftige Strategie der Schweizer Landesverteidigung geben. Laut der «SonntagsZeitung» will Maurer offenbar die Ausbildung in der Rekrutenschule verlängern. So sollen zum Beispiel Artillerie-, Festungs- und Panzersoldaten künftig eine längere Rekrutenschule absolvieren. Im Gegenzug müssten sie nur noch einige wenige, verkürzte Wiederholungskurse leisten.
Schwerer Stand im Bundesrat
Das schlägt Verteidigungsminister Ueli Maurer im Entwurf für den neuen sicherheitspolitischen Bericht vor, in den die «SonntagsZeitung» Einblick hatte. Mit den Neuerungen soll die Armee nicht grundsätzlich umgebaut, sondern lediglich justiert werden. «Eine weitere einschneidende Reform innerhalb der nächsten Jahre würde die Armee überfordern», heisst es im Berichtsentwurf.
Maurer wird mit seinem Bericht im Bundesrat indes einen schweren Stand haben. Seine Regierungskollegen fordern eine weitere Verkleinerung der Armee.
(cpm)