Minarett-Initiative: Es wird knapp

Aktualisiert am 07.10.2009
51 Prozent lehnen die Anti-Minarett-Initiative derzeit ab, nur 35 Prozent stimmen ihr zu. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des «Tages-Anzeigers».
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13,8 Prozent sind noch immer unentschlossen, wie sie am 29. November abstimmen. Bei den Parteiwählern der SVP sprechen sich 52,3 Prozent für die Initiative aus. Dieser Anteil, so Studienleiter Matthias Kappeler von Isopublic, werde nach der klaren Parolenfassung der Partei vom vergangenen Samstag jedoch noch massiv zunehmen. Kleinere Befürworter-Anteile wurden bei den Parteiwählern von CVP (36,5 Prozent), FDP (27,9 Prozent) und SP (21,7 Prozent) festgestellt.

Wenn CVP, FDP und SP in den nächsten Wochen ihre Aufgabe nicht wahrnehmen und ihre Anhänger nicht überzeugen können, werde das Abstimmungsergebnis sehr knapp ausfallen, sagte Kappeler auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Das Potenzial für ein knappes Resultat sei durchaus vorhanden, so Kappeler. Auf der einen Seite sei die Initiative sehr einfach formuliert und auf der anderen Seite sei eine latente Angst vorhanden, dass die Schweiz mit der Zunahme der hier lebenden Muslime bald kein christliches Land mehr sei.

Initiative bei Frauen beliebter

Die Befragten römisch-katholischer Religion lehnen die Initiative mit 52,6 zu 31 Prozent ab. Ein ähnliches Bild ergab sich bei den Reformierten, wo sich 51,7 Prozent der Befragen dagegen aussprachen und 35,1 Prozent dafür. Bei den Umfrageteilnehmern anderer Religionen oder ohne Glaubensrichtung ist der Anteil der Befürworter mit je über 40 Prozent höher. Je rund 50 Prozent sind dagegen.

Nach Geschlecht betrachtet sind die befragten Frauen mit 39,3 Prozent deutlicher dafür, als die Männer mit 31,5 Prozent. 57 Prozent der Männer und 44,3 Prozent der Frauen lehnen die Initiative ab. Befragt wurden vergangene Woche 1007 Personen in der Deutsch- und in der Westschweiz.

(bru)

Erstellt: 07.10.2009, 20:45 Uhr

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