Dank der Kompromisslösung könnten die Medikamente ab nächstem Jahr 400 Millionen Franken günstiger werden, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Im Vordergrund steht eine ausserordentliche Preisüberprüfung auf Grund der im Ausland geltenden Preise. Wegen des erstarkten Frankens bringt allein diese Massnahme laut Krankenkassenverband Santésuisse an die 200 Millionen Franken Einsparungen bei patentgeschützten Arzneien. Zusätzlich reicht der Verband der Generikahersteller, Intergenerika, Hand zu Krankenkasseneinsparungen von über 100 Millionen Franken. Weiter soll die Vertriebsmarge der Apotheker und der Ärzte mit Praxisapotheke von 15 auf 12 Prozentpunkte gesenkt werden. Einen solchen Schritt fasst auch das Bundesamt für Gesundheit ins Auge.
Prämienanstieg: Zwei Prozent weniger
Die drei Pharmaverbände Interpharma, Intergenerika und Vips sowie Santésuisse wollen demnächst ihre Konsenslösung Gesundheitsminister Pascal Couchepin unterbreiten. Selbst wenn alles gut kommt, kann aber der nächstjährige Prämienanstieg von 15 Prozent nur um 2 Prozentpunkte abgemildert werden.
(vin/sz)