Mit einem Defizit von 79 Millionen Franken hat die SRG SSR idée suisse ihr Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen. Abstriche am Programmangebot und bei den Eigenproduktionen hält sie für unumgänglich. Eine Gebührenerhöhung steht nicht zur Diskussion.
Was aus den Programmen gestrichen wird, wird «im Rahmen der Mittelfristplanung» entschieden, wie die SRG heute schrieb. Wo, wann und wie viel in den nächsten drei bis fünf Jahren abgebaut werden müsse, werde die SRG und ihre Gremien stark beschäftigen.
Weniger Verlust budgetiert
Eine Gebührenerhöhung steht für die SRG angesichts der Wirtschaftskrise nicht zur Diskussion. Den Stellenetat will sie 2009 auf dem Niveau des Budgets 2008 plafonieren und das Sparvolumen bis 2010 auf 100 Millionen Franken erhöhen. Die Lohnsumme steigt 2009 um 2,8 Prozent.
Für 2008 hatte die SRG ein Defizit von 57 Millionen Franken budgetiert, unter anderem wegen der Kosten für die Euro 2008 und die Olympischen Spiele. Die kommerziellen Einnahmen gingen 2008 zurück. Wegen der Finanzkrise geriet zudem die Pensionskasse in Unterdeckung. Die SRG hatte deshalb nicht budgetierte Ausgaben.
Das Geschäftsjahr 2007 hatte die SRG mit einem Defizit von 18,5 Millionen Franken abgeschlossen. Bis 2007 hätten die seit 2000 real abnehmenden Einnahmen mit Spar- und Effizienzmassnahmen noch weitgehend abgefedert werden können.
(sam/sda)