Schwarzfahrer sind jung, gebildet und Schweizer

Aktualisiert am 23.03.2009
Schwarzfahrer sind jung, gebildet – und haben in aller Regel einen Schweizer Pass: Das zeigt eine grosse Umfrage der Uni Bern.

azu. Rund 30'000 Schwarzfahrer erwischen die Kontrolltrupps von Bernmobil jährlich. Das Transportunternehmen erleidet durch das Schwarzfahren Einbussen von einer Million Franken. Doch nicht vorwiegend ärmere Leute oder gar Ausländer sinds, welche Bernmobil diesen Schaden bescheren.

Laut der «NZZ am Sonntag» kommt eine Studie des Instituts für Erziehungswissenschaften der Uni Bern zum einigermassen erstaunlichen Befund, dass Schwarzfahren ein Delikt der Oberschicht ist. Der typische Schwarzfahrer und die typische Schwarzfahrerin sind jung, haben eine höhere Berufsausbildung vom Meisterdiplom bis hin zu einem Hochschulabschluss – und einen Schweizer Pass.

Risikofreudige Schweizer

Die überraschende Erkenntnis erklären die Forschenden damit, dass im Beruf erfolgreiche Menschen risikofreudiger und von ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt sind – wohl auch von jener, den Bernmobil-Kontrolleuren entwischen zu können. Die Studie basiert denn auch nicht auf der Auswertung von Daten überführter Schwarzfahrer, sondern auf einem Fragebogen, den 3000 zufällig ausgewählte erwachsene Stadtbernerinnen und Stadtberner erhalten haben.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 23.03.2009, 11:25 Uhr

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