Zweitwohnungsinitiative: Berggemeinden fürchten Baustopp

Aktualisiert am 13.02.2012
Die Schweizer Gebirgskantone erteilen der Zweitwohnungsinitiative eine Absage. Die Vorlage fördere nicht wie gewünscht die warmen Betten, sie verhindere sie.
Heiss begehrte Lagen: Zweitwohnungsbau in Suvretta, St. Moritz GR. Bild: KEYSTONE/AP

Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone (RKGK) lehnt die eidgenössische Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen» ab. Das Volksbegehren sei überzogen und trage den unterschiedlichen Verhältnissen in den Kantonen keine Rechnung.

Ausserdem untergrabe die Vorlage die Autonomie der Kantone und Gemeinden, heisst es in einer heutigen RKGK-Mitteilung. Abgesehen davon sei die Initiative nicht durchdacht, «weil sie nicht wie eigentlich gewünscht die ‹warmen› Betten fördert, sondern verhindert». Die Initiative kommt am 11. März vors Volk.

In zahlreichen Gemeinden hätte die Initiative einen rigorosen Baustopp zur Folge, schreibt die RKGK weiter. Der bessere Weg sei die Umsetzung des revidierten Raumplanungsgesetzes. Mit diesem seien die zentralen Anliegen der Initiative bereits erfüllt. Ohnehin habe die Grosszahl der Tourismuskantone bereits Quoten oder Kontingente für Zweitwohnungen eingeführt.

(mrs/sda)

Erstellt: 13.02.2012, 09:30 Uhr

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