Schweiz soll sich verstärkt an Eurokrise beteiligen: IWF-Chefin Christine Lagarde und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bei ihrem Treffen am WEF. (27. Januar 2012)
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Nach einer Reihe von vergleichsweise diskreten Aktionen ist die Occupy-Bewegung dem WEF heute auf die Pelle gerückt. Am Nachmittag verlangten eine Gruppe Aktivistinnen und Aktivisten Einlass für die 6,999 Milliarden Ausgeschlossenen. Am Abend mischten sie sich dann lautstark ins Open Forum ein.
Die im Publikum verteilten Aktivistinnen und Aktivisten verlangten von den Panel-Teilnehmern, unter ihnen der britische Oppositionführer Ed Milliband, von der Bühne herunterzukommen und mit dem Publikum auf Augenhöhe zu diskutieren. Eine Diskussion war wegen der lautstarken Einmischung nicht möglich.
Auflösung wurde abgelehnt
Moderator Larry Elliott vom britischen «Guardian» liess die Occupy-Leute lange gewähren, lehnte aber die Auflösung der Runde ab. In der Abstimmung, die er spontan anberaumt hatte, stimmte ihm die Mehrheit des Publikums zu. Nur Tomas Sedlacek von der tschechischen Charles Universität nahm die Einladung an und sass ins Publikum.
Die Situation klärte schliesslich Juan Somavia, Direktor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Er sei selber ein Leben lang ein Aktivist gewesen, sagte er. Er glaube daran, dass man kämpfen müsse um anständige Arbeit, aber dafür müsse man sich organisieren. Gegen etwas sein genüge nicht.
Klaus Schwab lehnte Einladung ins Iglu-Camp ab
Am Nachmittag hatte eine Gruppe von Occupy-Aktivisten beim Registrierungsbüro des Weltwirtschaftsforums Zutrittsausweise für 6,999 Milliarden Menschen verlangt - also für jene 99 Prozent, die am WEF nicht vertreten seien. Das WEF lud die Aktivisten für ein Gespräch ins Kongresszentrum ein. Dieses Angebot schlugen sie jedoch aus. WEF-Gründer Klaus Schwab seinerseits lehnte eine Einladung ins Iglu-Camp ab.
(mrs/sda)
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