Basel musste leiden: Alex Frei wird von Mike Gomes im Gesicht getroffen. Der Xamax-Verteidiger sah dafür die rote Karte. Bild: KEYSTONE/AP
Nach einer mässigen ersten Halbzeit, an deren Ende Scott Chipperfield die Gastgeber in Führung gebracht hatte, ging es in der zweiten Hälfte drunter und drüber. Erst gelang Ideye Brown im Anschluss an einen Corner von Nuzzolo per Hechtkopfball der verdiente Ausgleich.
Die Neuenburger konnten das 1:1 aber nicht lange halten. Schon kurz nach dem Wiederanpfiff beging Mike Gomes nach einer Flanke von Alex Frei im eigenen Strafraum unabsichtlich ein Hands, worauf Frei den fälligen Penalty mit etwas Glück verwertete.
Pechvogel Gomes
Bis zum nächsten Paukenschlag vergingen wiederum nur wenige Sekunden. FCB-Verteidiger Safari wurde nach einer Stunde wegen einer unnötigen Unsportlichkeit gegen Besle mit der zweiten Gelben Karte des Feldes verwiesen. Auch die Gäste spielten nicht mit elf Mann zu Ende, weil Gomes noch die Rote Karte sah. Dieser Entscheid von Spitzenschiedsrichter Busacca war allerdings viel zu hart. Gomes' hohes Bein im Zweikampf mit Frei galt klar dem Ball.
Ausserdem gab es drei Aluminiumtreffer zu verzeichnen, zwei von Basel und einer von Xamax. Die Romands hielten sehr gut mit, die Entscheidung zu ihren Ungunsten fiel erst in der 91. Minute, als der eingewechselte Junioren-Internationale Xherdan Shaqiri einen Konter erfolgreich abschloss. Strellers sehenswertes Solo zum 4:1 war Zugabe. Xamax vermochte vor allem bei Standardsituationen und schnellen Gegenstössen Gefahr zu erzeugen. Trotzdem gingen die Rot- Schwarzen leer aus.
Basel nun gegen die Young Boys
Die Basler sind in der Meisterschaft bereits seit acht Matches ungeschlagen. Nach der Länderspiel-Pause und den Cup-Achtelfinals wird es am 29. November in der nächsten Runde zum interessanten Direktvergleich mit den Young Boys kommen. Der FCB hat sogar die Chance, als Tabellenführer zu überwintern. Xamax muss den Blick nach hinten richten. Der Vorsprung auf den Achten Zürich beträgt lediglich sechs Punkte.
Die Partie fand wegen des Tennisturniers Davidoff Swiss Indoors erst gestern und nicht am Wochenende statt. Dies hatte Xamax- Trainer Pierre-André Schürmann verärgert. Wegen der Verlegung fehlten ihm Omar Ismaeel und Abdulla Fatadi. Dieses Duo musste er an Bahrains Nationalmannschaft abtreten, welche am Samstag in Neuseeland um die WM-Qualifikation kämpft.
(si)