138 statt 80: Kresimir Stanic wieder zu schnell erwischt

Aktualisiert am 10.11.2009
Drei Tage nach dem Raser-Urteil ist der frühere Fussballprofi des FC Zürich rückfällig geworden.

Am 11. Februar 2009 wurde der ehemalige FCZ-Stürmer Kresimir Stanic wegen eines Unfalls verurteilt, den er 2006 in angetrunkenem Zustand (1,9 Promille) und mit überhöhter Geschwindigkeit verursacht hatte. Nur drei Tage später, am 14. Februar, fuhr Stanic mit 138 km/h statt der erlaubten 80 km/h durch einen Tunnel im Kanton Nidwalden, wie «10vor10»-Recherchen ergaben.

Der Vorfall ist insofern bemerkenswert, als sich Stanic anlässlich seiner Verurteilung durch das Bezirksgericht Zürich reumütig gezeigt und unter anderem erklärt hatte, «das wird nie mehr passieren». Bei dem Unfall war sein linker Fuss zertrümmert worden, womit seine Fussballer-Karriere beendet war. Seither engagiert sich Stanic in der Raser-Prävention und tritt vor Schulklassen auf.

Hohe Rückfallquote bei Rasern

Zum neuen Fall sagt der 24-jährige Stanic gegenüber «10vor10»: «Es war ein schwerer Fehler aufgrund von Unachtsamkeit, ich habe fahrlässig gehandelt, und es tut mir leid.» Er sei damals nach dem Gerichtsverfahren «psychisch nicht auf der Höhe» gewesen.

Der damals zuständige Zürcher Staatsanwalt Jürg Boll zeigte sich überrascht von Stanics Rückfall, sagte aber gegenüber «10vor10»: «Ich stelle ein hohe Rückfallquote fest, und darum sollte man die Mindest-Entzugsdauer des Ausweises von heute drei Monaten heraufsetzen auf mindestens zwei bis fünf Jahre.»

(str/sda)

Erstellt: 09.11.2009, 22:27 Uhr

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