Seit 35 Jahren ein glückliches Paar: Entertainerin Monika Kaelin und ihr Lebenspartner Fritz Künzli hatten zuletzt schwere Tage zu überstehen. Bild: KEYSTONE/AP
«Es ging um Minuten und um Leben und Tod», bestätigt Monika Kaelin gebenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Ihr Fritz sei in der Sonntagnacht plötzlich aufgewacht. Er habe ein starkes Stechen in der Brust verspürt. «Mein Herz raste, ich hatte ein höllisches Stechen in der Brust», schildert Fritz Künzli gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet die schlimmsten Minuten seines Lebens. Monika Kaelin regierte sofort, packte ihren Mann am Wohnort in Thalwil ins Auto und raste mit ihm zur Notfallstation des Lungenzentrums der Privatklinik Hirslanden.
«Die Ärzte konnten am Herzen nichts Abnormales feststellen», sagt Künzli. Nach einem weiteren Untersuch kam dann die schockierende Diagnose: Der ehemalige Nationalstürmer hatte eine beidseitige Lungenembolie erlitten. «Diese wurde offenbar durch eine Thrombose in der rechten Wade oder in der Kniekehle ausgelöst», sagt Künzli, der während neun Tagen im Spital bleiben musste.
Während Strahlemann Künzli schon wieder guten Mutes ist, steckt Monika Kaelin der Schock noch in den Gliedern. «Fritz markiert immer den Coolen», sagt Kaelin. Er sei halt eine Frohnatur, die immer nur das Positive im Leben sehe. Fritz sei sich der grossen Gefahr, die gedroht habe, wohl immer noch nicht bewusst. «Der Arzt hat mir aber gesagt, Fritz hätte viel Glück im Unglück gehabt», so Kaelin. Sie realisiere erst jetzt, wie knapp ihr Fritz dem Tod entronnen sei. «Hätte ich ihn nicht geistesgegenwärtig in den Notfall chauffiert, wäre es möglichweise zu spät gewesen.» Vor lauter Angst um ihren Mann hat die Prix-Walo-Präsidentin fünf Kilo abgenommen.
«Minuten später hätte Künzli tot sein können»
Karl Klingler, behandelnder Artz von Fritz Künli im Lungenzentrum der Klinik Hirslanden, sagt in einem Interview des «Blick»: «Dadurch, dass ihn seine Frau sofort ins Spital brachte, konnte das Schlimmste verhindert werden.» Die Angst von Monika Kaelin um ihren Mann sei absolut begündet gewesenen. «Hätte sie ihn nicht umgehend in den Notfall gebracht, hätte er Minuten später tot sein können.»
Monika Kaelin will jetzt kürzer treten. «Ich werde einige Ämter abgeben und nicht mehr wie eine Wilde arbeiten», vespricht sie. «Fritz und ich wollen jetzt einfach nur noch das Leben geniessen, man weiss ja nicht, was morgen ist. Ich bete jeden Tag dafür, dass Fritz und ich gesund bleiben.»
Künzli ergänzt mit einem Schmunzeln: «Im Hirslanden habe ich noch einen Generalcheck machen lassen. Den sogenannten 100'000er-Service. In den nächsten zwanzig Jahren sollte mir eigentlich nichts mehr passieren.»
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )