Petignat tritt per sofort zurück

Aktualisiert am 01.12.2008
Der Schweizer Fussball verliert seine einzige Schiedsrichterin auf höchstem Level. Nicole Petignat beendet per sofort ihre Karriere.
Rücktritt: Die Schweizer Schiedsrichterin Nicole Petignat beendet per sofort ihre Karriere. Bild: KEYSTONE/AP

Nach den Kritiken in letzter Zeit sowie der vor allem nach dem Cup-Spiel Grasshoppers - Bellinzona mit drei roten Karten entstandenen Polemik um ihre Person tritt Petignat per sofort zurück. Seit 1999 pfiff sie 91 Spiele in der Nationalliga. Zuletzt arbitrierte sie das Super-League-Spiel zwischen Neuchâtel Xamax und Basel.

Die 42-jährige Jurassierin spricht von einem wohl überlegten Schritt: «Das ist der richtige Zeitpunkt ist für den Rücktritt. Als ich für Xamax - Basel am vergangenen Sonntag aufgeboten worden war, wusste ich: Das ist er.» Der Hintergrund: Ihre erste Partie der höchsten Schweizer Spielklasse war im Mai 1999 ebenfalls Xamax - Basel gewesen. Petignat leitete unter anderem 1999 den WM-Final der Frauen, 2001 den EM-Final der Frauen und pfiff am 14. August 2003 als erste Frau ein Uefa-Cup-Spiel der Männer (AIK Stockholm - Fylkyr Reykjavik). Auch einen Schweizer Männer-Cupfinal arbitrierte die ehemalige Fussballerin (1983 bis 1985 bei Alle und Renens), Basel - Luzern war für Petignat insofern speziell, als dass sie in der Schlussminute beim Stand von 0:0 einen Penalty für Basel pfiff und Luzerns Torhüter Zibung für dessen Notbremsefoul die rote Karte zeigte.

(son/si)

Erstellt: 01.12.2008, 17:04 Uhr

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