Wer steht dahinter? Der Schwede Sven-Göran Eriksson wurde als Sportdirektor von Notts County vorgestellt. Bild: Reuters
Mit viel Geld stieg Qadbak Investments respektive deren Tochtergesellschaft Munto Finance, die beide in der Schweiz domiziliert sind, bei Notts County ein, installierte Sven-Göran Eriksson als Sportdirektor und holte so prominente Spieler wie Sol Campbell, Neil Bishop, Kasper Schmeichel oder Lee Hughes, die alle schon in der Premier League gespielt haben.
Nun verlangen die Regeln der Football League, dass die Besitzer einer genauen Prüfung unterzogen werden müssen. Im Gegensatz zur Premier League ist dies bei Klubs der Football League, also der tieferen Ligen, erst nach der Übernahme fällig. Die Dokumente für die sogenannte «Fit and Proper»-Prüfung erhielt die Liga aber erst für Peter Trembling, der von Munto Finance als Präsident installiert wurde, sowie Peter Willett, den Trembling in den Vorstand holte.
Identität kann trotzdem geheim bleiben
Doch die Liga will auch die Namen der Investoren kennen. Sie toleriert nur Besitzer, die nicht wegen Betrugs vorbestraft sind oder die nicht mindestens zwei Klubs in die Insolvenz geführt haben. Weil Notts County die Lohnobergrenze der League Two bereits mit den Füssen treten, die die Klubs davon bewahren soll, nicht mehr als 60 Prozent der Einnahmen für Spieler und Löhne zu zahlen, wurden die Ligakonkurrenten vorstellig.
Sollte nun Notts County die Identität seiner Besitzer und Geldgeber nicht enthüllen, drohen dem ältesten noch bestehenden Profiklub laut dem «Daily Mirror» Sanktionen. Allerdings müssen die Namen danach nicht öffentlich gemacht werden, die Auskünfte kann die Liga vertraulich behandeln. Es wird vermutet, dass Qadbak Verbindungen zur Al-Thani-Gruppe hat, einer in Dubai domizilierten Investmentgruppe, die vom qatarischen Tycoon Abdullah bin Saeed Al Thani geführt wird.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )