Geplatzter BMW-Deal überrascht Peter Sauber

Von Tanja Kammermann . Aktualisiert am 23.11.2009
Die Nachricht, dass die Übernahme des BMW-Sauber-Rennstalls kurz vor dem Scheitern steht, kam selbst für Peter Sauber überraschend. In der Formel-1-Fabrik in Hinwil löste sie grosse Unsicherheit aus.
Investor hat kein Geld: Die schlechten Nachtrichten überraschten Peter Sauber und seinen Rennstall. Bild: KEYSTONE/AP

Gestern berichtete die «Sonntagszeitung», dass hinter dem Investoren Qadbak aus dem Nahen Osten keine reichen Familien, sondern der Finanzbetrüger Russell King stehe und die Übernahme vor dem Scheitern stehe. Dass BMW-Sauber auf einen verurteilten Finanzbetrüger hereingefallen sei, kam selbst für Teamchef Peter Sauber überraschend, wie das Schweizer Fernsehen am Sonntag berichtete. Er habe sich sehr betrübt gezeigt über die schlechten Nachrichten, dass der Investor Qadbak gar kein Geld habe, um den millionenschweren Formel-1-Rennstall zu übernehmen. Die Meldung habe zudem grosse Verunsicherung in der Formel-1-Fabrik in Hinwil und bei den 420 betroffenen Mitarbeitern ausgelöst.

Die Investoren aus dem Nahen Osten seien von BMW (BMW 70.02-0.77%) in München überprüft und abgesichert worden. Die Zuständigen beim Deutschen Autobauer haben ihre Arbeit scheinbar nicht sorgfältig genug gemacht, heisst es im TV-Beitrag. Weder der 66-Jährige Peter Sauber noch die Firma BMW haben bisher zum Thema Stellung genommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Rennstall BMW-Sauber vor dem Aus steht, wie der «Blick» in seiner heutigen Ausgabe berichtet. 1994 sei er mit dem damaligen Partner Mercedes auf den schwäbischen Kleinverlag «The Broker» hereingefallen. Und Ende 2000 ermöglichte erst die Credit Suisse mit ihrem Einstieg und 30 Millionen Franken das Weiterbestehen des Unternehmens in Hinwil.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 23.11.2009, 09:08 Uhr


Formel 1: GP Brasillien

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Formel 1: WM-Stand

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