Witali Klitschko (l.) und sein Bruder Wladimir werden mit Parkinson, Drogen und Waffenschmuggel in Verbindung gebracht. Bild: Keystone
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Der Fight in Berlin gegen den Engländer Dereck Chisora ist jedoch zur Nebensächlichkeit verkommen. Gegen Klitschko läuft nach eigenen Aussagen eine einmalige Schmutz-Kampagne, bei der es um Politik geht. Klitschko, der seit April 2010 Parteiführer der «Ukrainischen Demokratischen Allianz für Reformen» (UDAR) ist, sagte in einem Interview mit der «Bild»: «So hat ein angeblich israelischer Arzt via TV-Diagnose behauptet, ich sei schwer Parkinson-gefährdet. Eine weitere Lügengeschichte besagt, die Klitschkos würden Drogen und Waffen schmuggeln». Aber wer setzt bloss die Drogen- und Waffen-Gerüchte in Umlauf? «Gewisse Mächte versuchen, mich mit diesen Geschichten in Misskredit zu bringen. Das ist psychologische Kriegsführung», mutmasst Klitschko.
Im November will Klitschko mit der UDAR (auf deutsch «Schlag») landesweit in der Ukraine kandidieren. «Ich möchte den Ring nutzen wie einst Muhammad Ali, der gegen Rassismus kämpfte. Ich denke, der Ring ist eine gute Plattform, um für die Zukunft meiner Heimat, der Ukraine, zu fighten», sagt Klitschko. Es gäbe viel zu tun. «Wir sind das ärmste Land Europas. Ich möchte nicht noch 20 Jahre warten, will jetzt etwas bewegen. Korruption, Wahlbetrug, politische Willkür – das alles lähmt mein Land.»
«Dann ist Schluss mit Boxen»
Der 40-Jährige kündigt schon das Ende seiner Karriere an: «Wenn ich da voll einsteige, ist Schluss mit Boxen. Auf zwei Stühlen kann man nicht sitzen.» Sein geplantes Box-Finale nach dem Kampf gegen Chisora ist jedoch vorerst geplatzt. Der Engländer David Haye (31) hat das Angebot der Klitschkos abgelehnt. Klitschko-Manager Bernd Bönte: «Ich glaube nicht, dass er der nächste Gegner wird.»
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )
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