Simon Ammann verliert wichtigen Helfer

Aktualisiert am 19.03.2010
Der Servicemann und Assistenztrainer der Schweizer Skispringer, Gerhard Hofer, hat per Ende Monat gekündigt.

Der wilde Hund hat die Schnauze voll. Nach acht Jahren als Aktiver und sechs als Servicemann für den ÖSV und Swiss-Ski fühlt sich Gerhard Hofer ausgebrannt. «Ich habe genug von der ständigen Reiserei», sagt der 27-jährige Österreicher. In der zu Ende gehenden Saison sei er ganze 18 Tage daheim gewesen. Damit verabschiedet sich neben Disziplinenchef Gary Furrer an den Skiflug-Weltmeisterschaften in Planica eine zweite Schlüsselfigur aus dem Betreuerstab des Schweizer Teams.

Hofer war bei der Entwicklung des neuen Bindungssystems mit dem gekrümmten Stab die treibende Kraft, sein Anteil an den jüngsten Erfolgen von Simon Ammann ist nicht zu unterschätzen. Doch schon an der Vierschanzentournee hatte Hofer Cheftrainer Martin Künzle und Disziplinenchef Gary Furrer mitgeteilt, dass Ende Saison Schluss sei. Am 26. Januar schickte Hofer die Kündigung ab. «Gatsch» schaltet ein Time-out ein und zieht sich auf eine Alp im Salzburger Land zurück. «Ausser Kühe zählen werde ich dort nichts tun», sagt der Charakterkopf und Lebemann.

Tüftler und Schwerarbeiter

Berni Schödler, der Gary Furrer nach elf Jahren als Chef ablöst, bearbeitet Hofer, nach seiner Auszeit für den nächsten Winter zurückzukehren. Der Schwerarbeiter und leidenschaftliche Tüftler will sich erst nach der Rückkehr von der Alp entscheiden. «Ich wäre schon motiviert, den Weg mit Simon und Andreas (Küttel) zu Ende zu gehen. Aber mir fehlen die Ideen, wie wir im Materialbereich noch besser werden können. Ich spüre langsam eine gewisse Betriebsblindheit.»

Unabhängig von der Zukunft des «Älplers» ist für Swiss-Ski die Zeit gekommen, einen Nachfolger aufzubauen.

(fal/si)

Erstellt: 19.03.2010, 13:37 Uhr

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