Billig einkaufen im Ausland: Der Euro hat innerhalb einer Woche gegenüber dem Franken zwei Rappen verloren. Bild: KEYSTONE/AP
Der Franken nähert sich damit dem Allzeittief vom 27. Oktober 2008, als der Euro auf dem Höhepunkt der Finanzkrise auf 1,4322 Franken abgesackt war. Am Morgen um 08.00 Uhr notierte die Einheitswährung bei 1,4391 Franken. Im Markt war die weitere Aufwertung des Frankens am Vorabend mit Aussagen des neuen Nationalbank-Direktoriumsmitglieds Jean-Pierre Danthine in Verbindung gebracht worden.
Der Euro hat innerhalb einer Woche gegenüber dem Franken mehr als zwei Rappen verloren. Am 11. März hatte die Schweizerische Nationalbank bei der geldpolitischen Lagebeurteilung bekräftigt, sie werde einer übermässigen Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro entschieden entgegenwirken. Seither wird im Handel darüber spekuliert, wo die Schmerzgrenze für die Nationalbank liegt.
Ein steigender Frankenkurs beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft und des Tourismus. Umgekehrt verbilligt der starke Franken die Importe und begünstigt damit den Konsum. Wie stark der Aufschwung durch den sinkenden Eurokurs gefährdet wird, ist unter Ökonomen umstritten.
(bru/ddp)