Jahrzehntelang die Währung im internationalen Handel: Der US-Dollar kommt immer mehr unter Druck. Bild: WireImage
Am Gifpeltreffen der sogenannten BRIC-Staaten im russischen Jekaterinburg forderte der russische Präsident Dmitri Medwedew Alternativen zum Dollar als weltweiter Reservewährung. Er betonte, dies sei notwendig, um die Finanzmärkte zu stabilisieren. Sein Wirtschaftsberater Arkadi Dworkowitsch kündigte an, Moskau werde einen Teil seiner Reserven in Brasilien, China und Indien anlegen.
Am Gipfel sprachen sich Russland, China, Brasilien und Indien für eine tiefgreifende Reform des Weltwährungssystems aus. Die globalen Finanzinstitutionen müssten an die Bedürfnisse einer veränderten Weltwirtschaft angepasst werden, forderten sie am Dienstag in einer Abschlusserklärung.
Das weltweite Währungssystem müsse stabiler, berechenbarer und auf eine breitere Grundlage gestellt werden, hiess es. Die Gipfelteilnehmer riefen ausserdem zu Unterstützung für eine demokratischere und «multipolare» Weltordnung auf. Aufstrebende Staaten sollten mehr Mitspracherechte in wichtigen Institutionen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds erhalten.
China unterstützt Wirtschaft asiatischer Länder
China kündigte auf dem Gipfel der Shanghaier Kooperations-Organisation ebenfalls in Jekaterinburg zehn Milliarden Dollar Unterstützung für Länder in Zentralasien an. Präsident Hu Jintao erklärte, der zugesagte Kredit solle den Volkswirtschaften helfen, die mit den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen hätten.
Medwedew begrüsste den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, der wegen der Proteste gegen seine Wiederwahl mit einem Tag Verspätung anreiste. Der Iran hatte Beobachterstatus beim Gipfel der Shanghaier Kooperations-Organisation, der sechs Staaten angehören: China, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan. Auch die Präsidenten von Afghanistan, Indien und Pakistan kamen zu den Beratungen.
(Vladimir Isachenkov/ap)