British Airways: Gewerkschafter wollen den Arbeitskampf

Aktualisiert am 12.03.2010
Mit zwei Streiks, die insgesamt sieben Tagen dauern sollen, will das Kabinenpersonal noch im März gegen das Sparprogramm der Fluggesellschaft protestieren.
Auf Konfrontation eingestellt: Gewerkschafter McCluskey vor dem Logo der United-Gewerkschaft. Bild: Reuters

Das am Donnerstag vorgelegte neue Angebot von BA entspreche nicht den Erwartungen, und United werde keine Zustimmung empfehlen, sagte Gewerkschaftsvertreter Len McCluskey am Freitag. Sollte ein neues Angebot von British Airways (BA) von den Angestellten nicht gebilligt werden, wird es vom 20. März an einen dreitägigen Ausstand geben, wie die Gewerkschaft United am Freitag mitteilte. Eine Woche später wollen die Flugbegleiter dann vier Tage lang die Arbeit niederlegen.

Der Streik dürfte die Oster-Reisepläne von hunderttausenden Urlaubern durcheinanderbringen. BA zeigte sich von der Entscheidung «tief enttäuscht». Rund 1000 Angestellte aus anderen Bereichen wurden dem Unternehmen zufolge in einem Schnellkurs als Ersatz für die Flugbegleiter ausgebildet. Ausserdem bemüht sich British Airways, Verbindungen bei anderen Fluggesellschaften für seine Kunden zu sichern.

Verhandlungen ohne Erfolg

Auf einen Streik über die Osterfeiertage will United aber wie angekündigt verzichten. Wenn es zu keiner Einigung komme, werde es ab Mitte April jedoch weitere Aktionen geben. Die Gewerkschaft hatte über die Weihnachtstage und Neujahr einen Ausstand geplant, der zu Chaos im Reiseverkehr geführt hätte. Ein Gericht untersagte ihr jedoch die Arbeitsniederlegung.

Gespräche zwischen BA und der Gewerkschaft waren am Mittwoch ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Flugbegleiter kämpfen gegen Pläne des Unternehmens, die unter anderem einen Verzicht auf Gehaltserhöhungen in diesem Jahr und Teilzeit für 3000 bislang vollzeit arbeitende Mitarbeiter vorsehen.

(raa/ddp)

Erstellt: 12.03.2010, 14:12 Uhr

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