Der «Tages-Anzeiger» streicht 57 Stellen

Aktualisiert am 14.05.2009
Die Zürcher Tageszeitung organisiert ihre Redaktion neu. Dies führt zu einem Abbau von 57 Stellen. Newsnetz, «News» und «Tages-Anzeiger» arbeiten in Zukunft enger zusammen. Die Tageszeitung «Der Bund» bleibt bestehen.
Ab Herbst 2009 wird die traditionsreiche Berner Tageszeitung «Der Bund» eng mit dem «Tages-Anzeiger» zusammenarbeiten. Insgesamt werden dadurch beim «Bund» 22 von 54 Stellen abgebaut.

Ziel der Zusammenarbeit zwischen «Bund» und «Tages-Anzeiger» ist es, dem Leser einen gemeinsamen Mantel-Teil mit einer Berichterstattung über nationale und internationale Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft anzubieten. Das Berner Modell mit zwei publizistisch unabhängigen Tageszeitungen in einem Verlag wird damit fortgesetzt.

Abbau betrifft alle Ressorts

Der «Tages-Anzeiger» organisiert seine Redaktion neu und baut insgesamt 50 Vollzeitstellen in der Redaktion ab. Ein Teil des Stellenabbaus soll über frühzeitige Pensionierungen realisiert werden. Der Abbau, der alle Ressorts betrifft, ist Teil eines umfassenden Neukonzeptes, das durch die Einführung einer Vier-Bund-Zeitung auch Einsparungen im Druck und in der Distribution vorsieht.

Alle regionalen Informationen werden in einem Zeitungsbund zusammengeführt. Der Auftritt der grössten abonnierten Tageszeitung der Schweiz soll mit einer neuen Gestaltung ab Herbst 2009 hochwertiger werden.

Der «Tages-Anzeiger» reagiert mit diesen Massnahmen auf den Einbruch der Werbeeinnahmen in den letzten Monaten. Durch die Zusammenarbeit mit dem «Bund», der überregionale Inhalte vom «Tages-Anzeiger» beziehen wird, kann der Umfang des Stellenabbaus leicht reduziert werden. Das neue Konzept mit vier Zeitungsbünden führt im Zeitungsdruck zu einem Abbau von weiteren sieben Vollzeitstellen, der weitgehend über Frühpensionierungen realisiert werden kann.

Zusammenarbeit zwischen Print und Online

Gemeinsam mit der Onlineplattform Tagesanzeiger.ch/Newsnetz und der Pendlerzeitung «News» will der «Tages-Anzeiger» die Möglichkeiten eines umfassenden Medienverbundes in Zukunft gezielter ausschöpfen.

Die Redaktionen des Newsnetz und der Pendlerzeitung «News» ziehen deshalb im August 2009 in einen gemeinsamen Newsroom, der direkt mit dem Redaktionsschiff des «Tages-Anzeigers» verbunden wird. Geplant ist die Übernahme von Inhalten des Newsnetzes in die Pendlerzeitung «News».

(bru)

Erstellt: 14.05.2009, 15:09 Uhr

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