Die schlechten Vorgaben aus Übersee drückten den SMI bereits bei Handelsbeginn um 3,7 Prozent - trotz US-Rettungsplan, Milliardenhilfe für die deutsche Hypo Real Estate und umfangreicher Sparer-Garantien in immer mehr Staaten. In der Folge gab der SMI gegenüber Freitagabend um bis zu 5,1 Prozent nach.
Grosse Verluste bei den Grossbanken
Die grössten Verluste gibt es für die Banken, die letzten Freitag noch zu den Tagessiegern gehört hatten. UBS stürzen um bis zu 11,8 Prozent ab, Credit Suisse um bis zu 8,2 Prozent. Julius Bär werden sogar um bis zu 16 Prozent zurückgestuft. Auch die Versicherungswerte müssen Haare lassen: Swiss Re verlieren bis zu 8,8 Prozent, Baloise und Swiss Life um jeweils bis zu fünf und Zürich um vier Prozent.
DAX eingebrochen
Die Finanzkrise hat den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn heftig erschüttert: Der Leitindex Dax stürzte bis zum Mittag um 5,7 Prozent ab auf 5466 Zähler und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Juli 2006. Bereits in den ersten Handelsminuten war der Dax um über vier Prozent abgesackt. «Es brennt an allen Ecken und Enden», zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen Aktienhändler.
Russland: zweistelligen Kursverluste
Im weltweiten Abwärtsstrudel der Börsen ist auch der russische Aktienmarkt erneut eingebrochen. Der Leitindex RTS verlor in den ersten drei Handelsstunden knapp 14 Prozent und landete mit 920 Punkten auf dem Niveau von November 2005.
Am stärksten betroffen seien Banken-, Energie- und Metallpapiere. Seit dem 19. Mai dieses Jahres, als der RTS-Index auf ein Allzeithoch von 2498,10 Punkten geklettert war, verlor der russische Aktienmarkt knapp zwei Drittel seines Werts.
Nikkei-Index auf Vierjahrestief
Zuvor waren bereits die Aktienkurse in Asien eingebrochen. Der Nikkei-Index in Tokio schloss mit 10'473,09 Punkten 4,25 Prozent tiefer als am Freitag und auf dem tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren. Der Hang-Seng-Index in Tokio ermässigte sich um 4,66 Prozent. Analysten führten dies auf verbreitete Rezessionsängste zurück und die Befürchtung, dass die Finanzkrise vermehrt nach Europa überschwappe.
Auf den internationalen Devisenmärkten geriet der Euro ebenfalls weiter unter Druck. Der Euro war am Montagmorgen zeitweise nur noch 1.5388 Franken wert, nach 1.5612 Franken am Freitagabend. Später näherte er sich wieder diesem Niveau. Der Dollar verbesserte sich gegen den Franken zeitweise auf bis zu 1.1421 Franken.
(bru/ap)