Ethos bekämpft Entlastung von Ospel und Co.

Aktualisiert am 22.03.2010
Die UBS muss sich an der Generalversammlung vom kommenden 14. April auf Opposition der Anlagestiftung Ethos gefasst machen – nicht nur wegen der beantragten Decharge für frühere Topmanager.
Immer noch umstriten: Peter Kurer und Marcel Ospel. Bild: KEYSTONE/AP

Die Anlagestiftung Ethos will Marcel Ospel und Co. noch keine Absolution erteilen. Die Stiftung, zu der vor allem Pensionskassen gehören, will den früheren UBS-Managern an der Generalversammlung die Entlastung verweigern. «Die früheren Manager tragen einen grossen Teil der Verantwortung für die Verluste der Vergangenheit und die nach wie vor juristisch instabile Lage der Bank», heisst es in einer Ethos-Mitteilung vom Montag. Ethos empfiehlt, den Organen die Entlastung für die Jahre 2007, 2008 und 2009 zu verweigern.

Ethos lehnt auch den Bericht zu den Vergütungen für das Management ab. Der Bericht weise wesentliche Mängel auf. Das Vergütungssystem, das an der letzten Generalversammlung zur Abstimmung vorgelegt worden sei, werde nicht respektiert. So sei 2009 neben dem bestehenden Bonusplan und dem langfristigen Beteiligungsplan ein zusätzlicher Plan zur Aktienzuteilung eingeführt worden.

Gegen Wolfgang Mayrhuber

Mit dem aktuellen Vergütungssystem seien die Lehren aus der Vergangenheit nicht gezogen worden, kritisiert Ethos weiter. So kassiere der Co-Chef der Investmentbank in den USA 13,2 Millionen Dollar. Davon entfielen 95 Prozent auf variable Vergütungen. Dabei habe die Investmentbank einen Verlust von 6 Mrd. Fr. ausgewiesen.

Auf Distanz geht Ethos auch zu Wolfgang Mayrhuber, der gemäss dem Antrag des UBS-Verwaltungsrats neu in das Aufsichtsgremium gewählt werden soll. Neben seiner Funktion als Lufthansa-Chef sei Mayrhuber bereits in den Verwaltungsräten wichtiger Unternehmen wie BMW, Munich Re, Fraport und Heico.

(vin/sda/ddp)

Erstellt: 22.03.2010, 08:31 Uhr

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