Am Mittwoch bekamen die Mitarbeitenden der Basler Fnac-Filiale nach Arbeitsschluss mitgeteilt, dass ihnen per Ende März gekündigt werden soll. Für die «ausserordentliche Sitzung» wurde das Geschäft bereits um 19 Uhr, anstatt wie sonst üblich um 20 Uhr geschlossen. Dies berichten Betroffene.
Am 17. April 2008 eröffnete die Ladenkette Fnac (ursprünglich Fédération nationale d'achats des cadres) an der Steinenvorstadt 5 ihre erste Filiale in der Deutschschweiz. Zuvor wurde das ehemalige Spengler-Gebäude über Monate umgebaut. Auf 3200 Quadratmeter entstand über sieben Etagen verteilt ein Multimedia-Kaufhaus, das keine Wünsche offen lassen sollte. Mit dem Slogan «Kultur für Jedermann» wollte die Französische Ladenkette der Basler Konkurrenz die Stirn bieten. Offenbar vergeblich. Auch die knapp 2 Millionen Franken an Werbegeldern konnten das frühzeitige Ende nicht verhindern.
Wirtschaftliche Gründe
Angeblich schliesst der Basler Fnac-Ableger aus wirtschaftlichen Gründen die Pforten. Den Mitarbeitenden wurde am Mittwoch erklärt, dass die Filiale erst nach sieben bis acht Jahren rentabel sein würde - nicht wie budgetiert nach drei bis vier. Die Finanzkrise wurde nicht als Grund für die Massenentlassung angeführt. Mit der Schliessung in Basel kommt die Expansion in der Schweiz zum Stocken. Nun betreiben die Franzosen noch vier Filialen, zwei in Genf, eine in Lausanne und eine in Freiburg.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )