Radikale Strategieänderung: Bald mehr internationale Marken im Einkaufskorb.
Darum will der orange Riese auch die Zahl der selbst aufgebauten Marken reduzieren. «Die Zahl der Eigenmarken ist über die Jahre übertrieben stark gestiegen», sagte Hauser dem Westschweizer Magazin «L'illustré». Das sei werbemässig teuer. «Unsere Konkurrenten bieten dagegen international bekannte Marken an. Sie profitieren in grossem Stil von der Werbung, welche die Hersteller machen», sagt der Migros-Präsident. Daher soll die Zahl der Eigenmarken von aktuell rund 250 auf einige Dutzend sinken. Damit folge man auch einem Trend im Detailhandel.
Vor allem Zeitungen werden überprüft
Zudem habe Migros die Verträge mit ihren zahlreichen Werbeagenturen aufgelöst und neue Aufträge ausgeschrieben. Hier sei zweifellos Geld verschwendet worden, sagte Hauser weiter. Ab Februar wird die Migros ihr Medienmanagement über die Werbeagentur OMD Schweiz abwickeln.
Entgegen kursierenden Gerüchten denke der Grossverteiler aber nicht darüber nach, seine Werbung in den eigenen Presseerzeugnissen wie dem «Migros Magazin» zu reduzieren. Aber man überprüfe die Werbepräsenz in den Printmedien auf die Rendite. In Zukunft werde sicherlich ein grosser Teil der Werbeausgaben des orangen Riesen in das Internet fliessen.
(se/sda/NN)