Bleibt auf Wachstumskurs: Easyjet. Bild: KEYSTONE/AP
An den Flughäfen Basel-Mülhausen und Genf stationiert Easyjet je ein zusätzliches Flugzeug. Dadurch sollen die Passagierzahlen zweistellig ansteigen. Publik machte die viertgrösste europäische Fluggesellschaft ihren Ausbauschritt am Mittwoch einen Tag nach der Ankündigung des Konkurrenten Ryanair, sich am 2. Dezember vollständig vom EuroAirport Basel-Mülhausen (EAP) zurückzuziehen. Ihren fünften Flieger am EAP will Easyjet am 25. Juni 2010 in Betrieb nehmen.
Easyjet verspricht sich vom Einsatz eines weiteren Airbus A319 am EAP pro Jahr 250'000 zusätzliche Passagiere, wie Peter Voets, der für die Schweiz zuständige Marketing-Manager der Airline vor den Medien in Basel sagte. Das entspricht einem Wachstum von rund 16 Prozent. Easyjet verfügt seit Juni 2005 über eine Basis am EAP. Durch die bevorstehenden Expansion in Basel-Mülhausen entstehen bei Easyjet selbst 35 neue Arbeitsplätze. Indirekt werden am EAP nach Angaben des Carriers 250 Stellen geschaffen.
Easyjet, mit einem Marktanteil von aktuell 38 Prozent wichtigste Airline am EAP, fliegt von Basel-Mülhausen aus derzeit 20 Ziele an. Mit der zusätzlichen Maschine soll die Zahl der Destinationen laut Voets weiter erhöht werden.
Stockholm als Wunschdestination
Welche Ziele neu von Basel-Mülhausen aus bedient werden sollen, ist laut dem Easyjet-Manager jedoch noch offen. Zur Diskussion stehe jedoch auch Stockholm. Die schwedische Hauptstadt ist die einzige von sechs Destinationen, die Ryanair von Basel-Mülhausen aus bis zu dem mit zu hohen Gebühren begründeten Rückzug exklusiv anfliegt. Stockholm stehe auch für ihn ganz oben auf der Wunschliste, sagte EAP-Direktor Jürg Rämi vor den Medien. Nach seiner Überzeugung hat diese Destination grosses Potenzial.
In Genf setzt Easyjet bereits ab 15. Dezember eine zusätzliche Maschine ein. Es handelt sich um einen Airbus A320, der etwas grösser ist als der A319. Mit der neunten Maschine auf der Basis strebt die Gesellschaft dort ein Wachstum von gegen 19 Prozent an.
Easyjet ist nach eigenen Angaben in der Schweiz mit einem Marktanteil von 15 Prozent die zweitgrösste Fluggesellschaft. Derweil sie in Basel-Mülhausen und Genf Marktführerin ist, bedient die Airline von Zürich aus nur zwei Flughäfen in London. Eine eigene Basis in Zürich ist laut Voets kein Thema.
(vin/sda)