Ospel prüft Klage gegen WOZ und NZZ

Aktualisiert am 28.11.2008
Die linke Wochenzeitung legte Marcel Ospel eine Entschuldigung für das Finanzdebakel in den Mund. Diese gefälschte Aussage erschien via Inserat ausgerechnet in der NZZ. Deshalb prüft Ospel eine Klage gegen beide Verlage.

Die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung WOZ buhlt mit einem fingierten Ospel-Interview um Leser. Darin entschuldigt sich der Ex-UBS-Banker anscheinend für das Finanzdebakel. Die WOZ deklariert das Ganze zwar als Satire, doch laut dem Experten für Werberecht, Franz A. Zölch, ist diese Fälschung der Aussagen rechtlich unzulässig.

Deshalb hält Zölch eine Klage gegen die Woz für erfolgsversprechend. Vor demselben Problem steht nun ausgerechnet die NZZ. Grund: Sie hat im Börsenteil ein ganzseitiges WOZ-Inserat veröffentlicht, das Ospel und die gefälschte Aussage abbildet.

«Blinde Publikation der NZZ»

«Deshalb wird sich Herr Ospel überlegen müssen, WOZ und NZZ gemeinsam einzuklagen», sagt Ospels Mediensprecher Jörg Denzler auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. «Das Vorgehen mit Bild und fiktivem Interview in der WOZ und die blinde Inseratepublikation in der NZZ sind klar widerrechtlich», begründet Denzler.

Weshalb die NZZ mit dem Inserat der rechtlich fragwürdigen Aktion der linken Woz Auftrieb gab, war bisher nicht zu erfahren.

Erstellt: 28.11.2008, 12:33 Uhr

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