Werden aufgerüstet: Der SBB-Zweitklasswagen Bpm 51 erhält unter anderem eine Klimaanlage. Bild: WireImage
Der Wagenpark der SBB stösst wegen der steigenden Nachfrage an seine Grenzen. «Die Aufwertung der alten Wagen hilft, dass der Engpass mit dem Rollmaterial nicht noch enger wird», sagte SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz.
Konkret baut die SBB bei den einstöckigen Wagen (Bpm 51) eine Klimaanlage und automatisierte Türen ein. Zudem werden sie saniert und neu lackiert, bevor sie wieder wie bisher zwischen Genf und Brig, am Gotthard, sowie auf der Linie Basel-Aarau-Zürich-Chur zum Einsatz kommen. Die Arbeiten werden in den Industriewerken in Olten und Bellinzona durchgeführt.
Für moderne Züge will die SBB bis 2020 insgesamt 20 Milliarden Franken investieren. Die anstehende Aufwertung ist ein Teil davon. Für den Frühsommer steht zudem die Bestellung neuer Doppelstockzüge an - es handelt sich laut SBB um die grösste Bestellung in der Geschichte des Unternehmens.
Fast 70 Millionen Franken für BLS-Züge
Die SBB gab am Dienstag ebenfalls bekannt, dass sie der BLS 13 Gelenk-Triebwagen (GTW) abkaufen wird. Der Verwaltungsrat habe dafür einen Kredit von 61,9 Millionen Franken genehmigt. Die 2004 gebauten Züge vom Hersteller Stadler Rail kommen dereinst im Berner und Solothurner Jura zum Einsatz.
Dort will die SBB ab 2013 zum ersten Mal das Flügelzug-Konzept umsetzen, mit dem die BLS bereits Erfahrungen gesammelt hat. Züge ab Biel werden in Sonceboz-Sombeval getrennt; ein Teil fährt nach Moutier und Solothurn, der andere nach La Chaux-de-Fonds. Bis die BLS-Züge verfügbar sind, verkehren auf diesen Strecken Domino-Züge.
(bru/sda)