Vasella nennt Lohn-Debatte «Populismus»

Aktualisiert am 20.10.2008
Novartis-Chef Daniel Vasella hat kein Gespür für die Volksseele: Er verteidigt die hohen Entschädigungen für Manager nach wie vor. Kein Wunder, er gehört zu den absoluten Top-Verdienern.
topelement Daniel Vasella: Der Novartis-Chef denkt anders als ein Grossteil der Schweizerinnen und Schweizer.
Die Diskussion sei purer Populismus, zwar verständlich, aber erschreckend, sagte Vasella am Mittag in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens. Die Debatte greife zu kurz, falls die Entschädigungen denn auch überhaupt die Ursache für die Krise seien. Krisen werde es in jedem System geben und es gebe auch keinen Ansatz, wie diese für immer verhindert werden könnten.

Der Pharmakonzern Novartis werde sein Entlöhnungssystem nicht ändern, sagte Vasella weiter. Ein System dürfe nicht immer wieder geändert werden, da es den Mitarbeitern zeitaufwendig erklärt werden müsse. Es sei wichtig, dass die Mitarbeiter das System verstünden, sonst komme es zu einem «furchtbaren Durcheinander». Das halte er für grundlegend falsch.

Gemäss einer Ethos-Studie hatte Vasella für seine Tätigkeit als Konzernchef knapp 30 Millionen Franken erhalten.

(cpm/ap)

Erstellt: 20.10.2008, 14:13 Uhr

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