«Zu zwei Dritteln Juxanrufe»: SBB-Kundentelefone verschwinden von den Bahnhöfen. Bild: KEYSTONE/AP
Früher hätten die Kundentelefone an den Bahnhöfen vor allem der Informationsvermittlung gedient, sagte SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi zu einem Bericht von «Blick am Abend». Heute würden für die Information der Passagiere mehrheitlich digitale Anzeigen und Lautsprecherdurchsagen eingesetzt.
Ein weiterer Grund für den Abbau sei, dass die Telefone oft missbraucht worden seien. «Zu zwei Dritteln gingen darüber Juxanrufe ein. Echte Notfälle wurden schweizweit pro Jahr höchstens zehn gemeldet», führte Pallecchi aus. Zudem seien die Geräte häufig so veraltet, dass dafür keine Ersatzteile mehr erhältlich seien.
Schneller und direkter
Kommt es an einem Bahnhof zu einem Notfall, rät der SBB-Sprecher dazu, über die Nummer 0800 117 117 direkt die Bahnpolizei zu avisieren. Dies sei der schnellere und direktere Ablauf.
Bis auf weiteres bestehen bleiben rund hundert der Geräte an den grossen Schweizer Bahnhöfen, weil sich dort sehr viele Leute aufhielten, wie Pallecchi ergänzte. Für deren künftige Verwendung erarbeitet die SBB nun ein Konzept.
(bru/sda)