Gegen Mittag konnte sich die Schweizer Börse wieder etwas aufrappeln, doch so oder so erleben die Aktienhändler einen weiteren schwarzen Tag. Der SMI fiel vorübergehend unter die Marke von 6000 Punkten. Zum letzten Mal war das Börsenbarometer im Mai 2005 unter dieser psychologisch wichtigen Grenze gelegen.
Damit ist der SMI auch ziemlich genau gleich weit wie vor zehn Jahren: Im Oktober 1998 pendelte die Schweizer Börse ebenfalls ums Niveau von 6000 Punkten. Halbwegs tröstlich wirkt da nur, dass der heutige Markt immer noch weit entfernt ist von den Tiefenrekorden, welche im so genannten Salami-Crash nach der Dotcom-Krise und 9/11 erreicht wurden: der tiefste Stand des SMI damals lag bei 3636 Punkten. Das war im Mai 2005.
Auch in anderen Ländern häufen sich die Grenzunterschreitungen und Minusrekorde. So geriet der Dax in Frankfurt vorübergehend unter die 5000-Punkte-Marke, er sackte im frühen Handel bis auf 4870 Punkte. Und in Japan hatte der Nikkei-Index diese Nacht den tiefsten Stand seit fünf Jahren erreicht.
(rap)