Alle drei grossen Banken Islands sind somit jetzt in Staatshand. Letzte Woche hatte Staatschef Geir Haarde vor einem Staatsbankrott gewarnt und mit einem Notgesetz die Übernahme sämtlicher Banken möglich gemacht.
Bereits Nothilfe von Schweden
Die isländische Regulierungsbehörde FME sagte, die Spargelder bei Kaupthing seien gesichert. Letzte Woche noch hatte die Kaupthing-Spitze beschwichtigt, die Bank verfüge über eine ausgezeichnete Kapitalbasis und über genügend Liquidität. Bereits gestern hat sich das als Fehleinschätzung herausgestellt: Kaupthing musste von der Notenbank Schwedens einen Notkredit über 516 Millionen Euro (796 Millionen Franken) annehmen.
Island will im Strudel der Finanzkrise Hilfe bei Russland suchen und soll in Moskau ein Darlehen über 4 Milliarden Euro (6 Milliarden Franken) beantragt haben. Russland dementierte zunächst, jetzt hiess es, die Verhandlungen würden am Dienstag beginnen.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )