Das erklärten die Konzerne in der Nacht. Übernommen werden sollen die Investmentbanking- und Kapitalmarkt-Sparten, der New Yorker Hauptsitz von Lehman und zwei Datenzentren. Betroffen wären damit etwa 10'000 Mitarbeiter. Die Sparte für das Investment-Managing ist nicht Teil des Geschäfts. Das Abkommen bedarf der Genehmigung eines Konkursgerichts und kann abgesagt werden, wenn es nicht bis zum 24. September vollzogen wird.
Kundenflucht stoppen
Lehman hatte am Montag Gläubigerschutz beantragt. Seitdem wenden sich immer mehr Kunden von dem Traditionshaus ab, ein Vorgang, der durch eine schnelle Übernahme der Geschäftsteile gestoppt werden soll.
Barclays hatte die Verhandlungen am Wochenende zunächst platzen lassen, weil die amerikanische Regierung keine Garantien übernehmen wollte. Dies hatte zum Zusammenbruch der US-Bank beigetragen. Am Dienstag teilte Barclays der amerikanischen Börsenaufsicht SEC dann mit, dass es Verhandlungen über einen Kauf von Lehman-Anteilen gebe.
(cpm/sda)