Die Elefantin mit der Beinprothese

Aktualisiert am 17.08.2009
Thailands berühmteste Elefantenkuh «Motola», der nach einem Tretminenunfall 1999 in einer weltweit Aufsehen erregenden Operation ein Fuss amputiert wurde, erhält eine dauerhafte Prothese.
Jetzt sollte sie wieder gehen können: «Motola». Bild: KEYSTONE/AP

Experten fertigten für die thailändische Elefantenkuh «Motola» einen Abdruck für ein künstliches linkes Vorderbein an, das noch an diesem Wochenende angepasst werden sollte. Die 48 Jahre alte Elefantin hatte zuletzt eine provisorische Prothese getragen. «Ich hoffe, dass sie das neue Bein akzeptieren wird», sagte Soraida Salwala, die Gründerin des Elefantenkrankenhauses in der nordthailändischen Provinz Lampang, wo «Motola» versorgt wurde. «Es wäre wundervoll, ‹Motola› und die kleine ‹Mosha› nebeneinander her gehen zu sehen.» Die heute dreijährige «Mosha» ist ebenfalls ein Tretminenopfer und hatte 2007 als erster Elefant der Welt ein künstliches Bein erhalten.

«Motola» war nach ihrem Unfall bei einem Arbeitseinsatz an der Grenze zu Burma 1999 und der anschliessenden Fussamputation zunächst auf drei Beinen gehumpelt. 2005 erhielt sie dann eine provisorische, mit Sägespänen gefüllte Prothese, die zur Kräftigung der Beinmuskeln später nach und nach durch schwerere Exemplare ersetzt wurde.

In Thailand ist die Zahl der gezähmten Elefanten seit den 50er Jahren von etwa 13'400 auf heute 2500 zurückgegangen. Meist dienen sie als Touristenattraktion oder werden als Arbeitstiere für Waldarbeiten vorwiegend entlang der nördlichen und westlichen Grenzen eingesetzt.

(vin/ap)

Erstellt: 15.08.2009, 16:14 Uhr

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