Elektroingenieur Matthias Peterhans entwickelte eine Art GPS für den Operationssaal. Im Video erklärt er am Beispiel einer Leberoperation, wie es funktioniert. Ein Infrarotsignal verbindet ein 3-D-Modell der Leber mit dem chirurgischen Instrument. Das Instrument sendet seine Position an das 3-D-Modell. So weiss der Chirurg genau, wo sich das Instrument befindet. Das Risiko, bei einer Tumoroperation Gefässe und gesundes Gewebe zu verletzen, verkleinert sich. Das 3-D-Modell der Patientenleber wird vor der Operation mithilfe von tomografischen Aufnahmen erstellt.
Es sind Unternehmen wie die Cascination, dank denen die Schweiz das innovativste Land Europas ist. Gemäss einem jährlich von der EU-Kommission erhobenen Innovationsindex lag die Schweiz 2011 das vierte Jahr in Folge auf Platz eins. Die Schweiz ist stark in Branchen, die Wissen verlangen und einen hohen Exportanteil von technologischen Produkten haben. Die hohe Innovation erklärt sich aus der engen Zusammenarbeit der Unternehmen mit Hochschulen und Forschung.
Die Cascination ist ein Spin-off der Universität Bern. Die Firma ist unter dem Dach des Instituts für Chirurgische Technologien und Biomechanik angesiedelt. An diesem Institut studierte Peterhans und machte erste Forschungen für das OP-Navi. Nach zwei Jahren Vorarbeit gründete er 2009 die Cascination zusammen mit Stefan Weber, Professor für Chirurgische Technologie, und dem Chirurgen Daniel Candinas vom Berner Inselspital. Unterdessen sind noch zwei Informatiker zum Team gestossen. Dieses Jahr liefert das Start-up-Unternehmen weltweit acht Vorrichtungen an Spitäler. Unter anderem nach Deutschland, Schweden, England und Brasilien.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )
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