Im Feierabendverkehr um 17.30 Uhr rasten die zwei Verdächtigen gestern Dienstag auf einem Motorrad von Regensdorf in Richtung Zürich. Verfolgt wurden sie von einer Polizeistreife. Dabei erreichten sie Geschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern. «Die hohen Geschwindigkeiten wurden ausserorts erreicht», relativiert Stefan Oberlin von der Kantonspolizei den Einsatz. Zudem war das Polizeifahrzeug mit eingeschaltetem Zweiklanghorn und Blaulicht im Einsatz.
Laut Oberlin kommt es selten vor, dass sich Personen einer Kontrolle entziehen und es zu einer Verfolgung kommt. Im Ernstfall müsse jedoch der Beamte vor Ort sofort und laufend eine Abwägung zwischen Risiko und Nutzen der Verfolgung machen. Auf die Frage nach der Verhältnismässigkeit einer Verfolgung mit hohen Geschwindigkeiten, erwiderte Oberlin dezidiert: «Dabei sollte man auch einmal einen Gedanken an die Opfer einer Straftat verwenden. Da liegt es nahe, dass die Polizei eine Verfolgung möglichst erfolgreich zu Ende bringen will.»
Die Verfolgung vom Dienstag endete mit dem Sturz der Motorradfahrer, worauf diese festgenommen werden konnten. Einer der Flüchtigen war wegen einer Gefängnisstrafe zur Verhaftung ausgeschrieben.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )