Schwarzfahrer: Computerfahndung im ganzen Verkehrsverbund

Von Thomas Schenk . Aktualisiert am 25.03.2009
Nicht nur die VBZ jagen Schwarzfahrer mit ausgeklügelten Analysen. Auch der Zürcher Verkehrsverbund wertet die Daten systematisch aus. Und schickt die Kontrolleure an die neuralgischen Punkte.
Systematischer Einsatz: Kontrolleure in der S-Bahn.(Bild: Thomas Burla) Bild: WireImage

Schwarzfahrer sind teure Fahrgäste. Dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) entgehen dadurch jedes Jahr rund 15 Millionen Franken. Deshalb versucht der ZVV, «die Billetkontrollen möglichst effektiv und effizient durchzuführen», wie Sarah Buehler von der Medienstelle erklärt. Im Gebiet des ganzen Verkehrsverbund, das über den Kanton Zürich hinaus bis in den Aargau und den Thurgau reicht, kommt das gleiche System zum Einsatz, das auch die VBZ anwenden.

An den neuralgischen Punkten

Die Daten, die die Kontrolleure bei ihrer Jagd auf die Schwarzfahrer in ihre kleinen Computer eintippen, werden automatisch ausgewertet. Und genau wie die VBZ ist auch der ZVV laufend informiert, wenn auf einer S-Bahn, einer Postautolinie im Zürcher Unterland oder im Säuliamt besonders viele Schwarzfahrer unterwegs sind. «Das hilft, die Einsatzpläne der Kontrolleure zu steuern», sagt Buehler.

Auch SBB-Sprecher Daniele Pallecchi bestätigt die technologische Aufrüstung. «Wir greifen auf die automatische Auswertung zurück, nebst der Erfahrung unserer Mitarbeiter.» Mehr will der Mediensprecher aber nicht verraten. «Was bei den Stichkontrollen zählt, ist der Überraschungseffekt.»

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 25.03.2009, 10:54 Uhr

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