Stimmen vertauscht: Wahlhelfer verwechseln Ja mit Nein

Aktualisiert am 19.05.2009
Peinlicher Fehler auf dem Wahlbüro in Embrach: Die Wahlhelfer vertauschten die Stimmen zur Initiative «Halbstündliche S-Bahn für alle». Der Fehler fiel erst am Montag auf.
Die ÖV-Initiative «Halbstündliche S-Bahn für alle» schien gemäss den ersten provisorischen Ergebnissen nach dem Wahlsonntag in Embrach auf eine aussergewöhnlich hohe Zustimmung zu stossen. Ein Ja-Anteil von 63 Prozent, was dem dritthöchsten Wert im Kanton entsprochen hat, wurde ausgewiesen. Dieser war allerdings falsch, wie der «Landbote» heute berichtet. Im Wahllokal in Embrach sei ein «ärgerlicher Fehler» passiert, als die Ja- und Nein-Stimmen vertauscht worden seien. Richtig ist also, dass Embrach die Initiative mit einem Nein-Stimmenanteil von 63 Prozent ebenfalls ablehnt.

Die Zahlen der Gemeinden würden nach dem Eingang beim Statistischen Amt zwar auf ihre Plausibilität geprüft. Im Fall von Embrach erschien eine Annahme der Initiative möglich, da die Gemeinde davon auch hätte profitieren können. Denn die S41 fährt abends ab 21 Uhr nur noch stündlich nach Bülach und Winterthur. Und Gemeinden, in denen die S-Bahn nur im Stundentakt fährt, hätten gemäss einer Analyse des Statistischen Amts einen um rund 12 Prozentpunkte höheren Ja-Stimmenanteil gehabt, so der «Landbote». Am meisten Zustimmung erfuhr die Initiative in den Oberländer Gemeinden Fischenthal (80 Prozent) und Wald (73 Prozent).

Auf das Ergebnis der Abstimmung hat der Fehler von Embrach nur einen äusserst kleinen Einfluss. Der Anteil an Nein-Stimmen stieg im Kantonsmittel von 63,3 auf 63,4 Prozent.

(los)

Erstellt: 19.05.2009, 10:49 Uhr

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