«Der Betrieb der Blattmann Schweiz AG wird mittelfristig an einen geeigneten Standort verlegt», heisst es in den Dokumenten. Die Altbauten seien aus heutiger Sicht für eine wirtschaftliche Um- oder Nachnutzung ungeeignet und sollen durch eine neue Überbauung ersetzt werden. Damit würde der Quartierwandel vervollständigt. Denn das Umfeld sei durch die neu erstellten Wohnbauten bereits geprägt worden.
Der Gestaltungsplan umfasst ein rund 60 Meter breites und 250 Meter langes Areal entlang der Seestrasse. Es gehört der Limanor AG Immobilien und Verwaltungs AG mit Sitz in Appenzell. Die Blattmann Schweiz AG ist eingemietet. Stefan Hoppe, Werkleiter von Blattmann Schweiz AG, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
1000 Quadratmeter Fläche
Zwei markante Neubauten sind im Gestaltungsplan vorgesehen. Anstelle des Fabrikgebäudes werden vier zusammenhängende Flachdachbauten gebaut. Und unterhalb der bestehenden, neuen Terrassensiedlung ist ein weiteres Gebäude mit Wohnungen und Gewerbeflächen vorgesehen. Laut Gestaltungsplan sind maximal 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche zulässig. Höchstens die Hälfte davon darf für Güter des täglichen Bedarfs verwendet werden. Eingeplant sind auch eine Bushaltestelle, öffentliche Plätze und ein Veloweg entlang der Seestrasse. Die Gebäude, die bis 20 Meter hoch werden dürfen, müssen im Minergie-Standard gebaut werden. Abgeklärt werden muss, ob der Standort von Altlasten saniert werden muss. Auch muss der Stadtrat die Fabrik aus dem Jahr 1915/16 noch aus dem kommunalen Inventar der schutzwürdigen Bauten entlassen.
Seit vier Jahren ringen die Besitzer um die Zukunft des Areals. Die Pläne lagen schon 2007 auf, wurden aber nach Einsprachen und Auflagen überarbeitet. Jetzt liegen sie wieder 60 Tage lang auf. In dieser Zeit können Einwendungen eingereicht werden, über welche der Stadtrat entscheidet. Läuft alles nach Zeitplan, entscheidet der Gemeinderat im nächsten Sommer über den Gestaltungsplan und die Umzonung. Wann die Pläne umgesetzt werden, ist offen.
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(dh)