Er vertraue dem Anwalt, sagte Mikes Vater der Zeitung «Sonntag». Sein Sohn und die beiden mitangeklagten Zürcher Schüler Benji und Ivan verweigern bisher jede Aussage zum Tatablauf. Sie liessen zudem keine Reue erkennen und entschuldigten sich vor Gericht auch nicht bei ihren Opfern. «Wir haben uns ja schon entschuldigt», sagte Mikes Vater zu «Sonntag». Er und seine Frau hätten dem schwer verletzten 46-jährigen Versicherungskaufmann kurz nach der Tat einen Brief geschrieben.
Das Münchner Gericht hat unterdessen die Kritik an der Strategie der Anwälte verschärft: «Die Jugendlichen verbauen sich somit die Chance, dass sich das Gericht ein eigenes Bild von ihnen machen kann», sagt Sprecherin Margarete Nötzel zu «Sonntag».
Die renommierte Gerichtsreporterin des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel», Gisela Friedrichsen, sagte der Zeitung, es sei «ein allerhöchstes Alarmzeichen», dass die Verteidigung vom Gericht gerügt werde. Er habe schon Gründe für sein Vorgehen, sagte Mikes Verteidiger zum «Sonntag». Dennoch geht Friedrichsen von einer Strafe in der Höhe von acht Jahren Haft aus.
(bru)